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Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen Tübingen

Bild: Ansicht Südwest

Bild: Seminarraum Ebene 03

Bild: Doku-Zone Ebene 04-07

Bild: zentraler Laborbereich Ebene 04-07
Fotos:
Werner Huthmacher, Berlin

  

Beschreibung

Mit der Entscheidung des Deutschen Zentrums für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE), einen der bundesweit neun Standorte im Bereich des Universitätsklinikums Tübingen am Schnarrenberg zu realisieren, ergibt sich eine Bündelung von Spitzenforschung, die auf dem Gebiet der Hirnforschung deutschlandweit bisher einzigartig ist. Gemeinsam mit dem Hertie-Institut für klinische Hirnforschung (HIH, 1. BA) und dem Excellenzcluster des Werner-Reichardt-Zentrums für integrative Neurowissenschaften (CIN, 2.BA) ist mit dem Neubau des DZNE (3.BA) innerhalb der letzten 12 Jahre in unmittelbarer Nachbarschaft zum Universitätsklinikum ein "Neurocampus" entstanden. Dieser liegt, wie die weiteren Forschungseinrichtungen der Zukunft sowie die Lehr- und Lerneinrichtungen der medizinischen Fakultät, ringförmig um die zentralen Einrichtungen des Klinikums, die gemäß dem aktuellen Masterplan zukünftig weiter im Kerngebiet des Klinikums konzentriert werden. Um an prominenter Stelle der gewünschten Rolle des Neubaus als städtebaulichem Auftakt des Klinikums gerecht zu werden, setzt sich die Gestaltung des Baukörpers bewusst von den beiden ersten Bauabschnitten ab. Das Thema des verbindenden Sockels wird weiter geführt. Wesentliches Gestaltungsmerkmal ist die vorgelagerte Sonnenschutzebene, deren vertikale Anordnung die Höhe des Gebäudes zusätzlich hervorhebt. Die Regelgeschosse der Ebenen 04-07 gliedern sich in eine große Kernzone mit dem zentralen Laborbereich, sowie den angrenzenden Dunkelzonen, in denen die Neben- und Spezialräume untergebracht sind. Um diesen Bereich legt sich eine schmale Raumspange, welche die Doku-Zone, Büros, sowie Seminar- und Aufenthaltsbereiche beinhaltet. Die Ebene 3 dient als Eingangs- und Serviceebene. Die fast vollständig ins Gelände eingegrabene Ebene 02 nimmt an ihrer Tageslichtseite ein großzügiges Großraum-Kombibüro für die Bioinformatik auf. In der Dunkelzone befinden sich Lagerräume sowie weitere Mikroskopier- und Geräteräume. Die Ebenen 01 und 08 beinhalten die Räume für die Technik. Das Gebäude wird aus diesen beiden Ebenen über zwei zentrale Schächte mit Energie versorgt. Die Lüftung wird über eine Ringleitung geführt, dies ermöglicht gleichmäßige Kanalquerschnitte, hohe Nachrüstflexibilität und geringe Betriebskosten.  

Projektdaten 

Bauherr:
Land Baden-Württemberg, vertreten durch den Landesbetrieb Vermögen und Bau Baden-Württemberg, Amt Tübingen

Architekt:
Nickl & Partner Architekten AG, München

Bauleitung:
Ernst²Architekten AG, Stuttgart

Freianlagen:
Gerhard Schrankenmüller, München

Technische Ausrüstung:
• Heizung, Lüftung, Sanitär: Paul, Gampe und Partner, Esslingen
• Elektro: Paul, Gampe und Partner, Esslingen

Tragwerksplanung:
Mayer-Vorfelder Dinkelacker, Sindelfingen

Planung Labor:
Dr. Heinekamp, Karlsfeld bei München

Bauphysik:
GN Bauphysik GmbH, Stuttgart

Brandschutz:
TOP Brandschutz, Stuttgart

Baugrunduntersuchung:
Büro für angewandte Geowissenschaften, Tübingen

Vermessung:
Reiner Helle, Tübingen

Prüfstatik:
Dipl. Ing. Frank Zimmermann, Heilbronn

Gesamtbaukosten:
15,9 Mio. €

Bauzeit:
11/2012 – 03/2015

Der Neubau Deutsches Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen Tübingen wurde mit der Auszeichnung "Beispielhaftes Bauen im Landkreis Tübingen 2011 – 2017" der Architektenkammer Baden-Württemberg gewürdigt. 

Weitere Informationen zur Auszeichnung Beispielhaftes Bauen
 Broschüre

 

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