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Staatsministerium Baden-Württemberg,
Sanierung Villa Reitzenstein

Bild: Ehemaliges Billardzimmer, heute Kabinettsaal

Bild: Historische Bibliothek

Bild: Büroflur im Dachgeschoß

Bild: Eingangshalle
Fotos, Innenaufnahmen:
Wolfram Janzer, Stuttgart

  

Beschreibung

Die Villa Reizenstein wurde 1910-13 nach Plänen der Architekten Schlösser & Weirether als Wohngebäude für die Baronin Helene von Reitzenstein errichtet. Neben der Villa entstanden auf dem Areal ein Bedienstetenwohnhaus, ein Pförtnerwohnhaus und eine Autoremise.
Die Pläne zur Gestaltung des Parks stammen von Karl Eitel. Nach kurzer Nutzung als Wohngebäude diente die Villa ab 1925 als Regierungssitz des württembergischen Staatspräsidenten. Im Erdgeschoß und Teilen des 1. Obergeschoßes sind die repräsentativen Räume, im überwiegenden Teil des Obergeschoßes und im Mansardengeschoss sind Büros untergebracht. Im Bereich des belichteten Untergeschosses befinden sich Servicebereiche wie z.B. der Hausdienst.

Das Gebäude wurde letztmalig in den 1970iger Jahren saniert und umgebaut. Zwischenzeitlich waren die Schäden an der Bausubstanz und der technischen Installation so erheblich, dass eine Generalsanierung erforderlich wurde. Neben einer vollständigen Erneuerung der Haustechnik wurden Maßnahmen zur energetischen Verbesserung, Brandschutzertüchtigung und barrierefreien Erschließung sowie Sanierungs- und Restaurierungsmaßnahmen an der vorgefundenen Bausubstanz durchgeführt.

Durch den Umfang der Mängel war es nicht möglich, eine Sanierung bei laufendem Betrieb durchzuführen. Erst nach dem Erwerb des Nachbargebäudes ("Clayhaus") und dessen Herrichtung für die Zwischenunterbringung der Hausspitze konnte mit den konkreten Planungen begonnen werden.

Aus einem europaweit ausgeschriebenen Bewerbungsverfahren entstand ein kompetentes und leistungsfähiges Planungsteam, das Ende 2012 die Arbeit aufnahm. Die größte Herausforderung bestand darin, eine zeitgemäße und nutzungsgerechte Technikausstattung angemessen in dem denkmalgeschützten Gebäude unterzubringen. Bereits im Juli 2013 wurde mit den Bauarbeiten begonnen. Genau zwei Jahre später konnte die Villa wieder bezogen werden. Neben restauratorisch überzeugenden Raumfassungen werden moderne Gestaltungselemente gezielt eingesetzt. Bemerkenswert ist, dass der immense Zuwachs an Installationen an keiner Stelle zu sehen ist.
Durch einfühlsame Planung, sorgfältige Restaurierungen und wirkungsvolle Ergänzungen ist es gelungen, moderne Funktionsansprüche mit einer würdigen und stilvollen Gestaltung zu verbinden.


Projektdaten

Bauherr:
Land Baden-Württemberg, vertreten durch den Landesbetrieb Vermögen und Bau Baden-Württemberg, Amt Stuttgart

Architekt:
Sting Architekten ELW, Berlin

Bauüberwachung, SiGeKo:
Wiesler Zwirlein Architekten, Stuttgart

Tragwerksplanung:
Mayer-Vorfelder und Dinkelacker, Sindelfingen

HLS-Planung:
IWP Ingenieurbüro für Systemplanung, Stuttgart

Elektroplanung:
KIENLE Beratende Ingenieure GmbH, Ostrach

Informationstechnik:
Müller & Bleher GmbH & Co.KG, Filderstadt

Gebäudeautomation:
M+P Ingenieurgesellschaft mbH, Herrenberg

Bauphysik:
ebök Planung und Entwicklung GmbH, Tübingen

Brandschutz:
HEIDELBERG Ingenieure, Stuttgart

Küchenplanung:
Rainer Schneidewendt, Ostfildern

Schadstoffgutachter:
Sakosta CAU GmbH, Stuttgart

Freianlagen:
Lützow 7 C.Müller J. Wehberg, Berlin

Gesamtbaukosten:
11,2 Mio. Euro

Bauzeit:
08/2013 - 06/2015

 Flyer

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