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Neubau eines S3-Labors am Tierhygienischen Institut CVUA Freiburg

Bild: Tierhygienischen Institut CVUA Freiburg, Gebäudeansicht

Bild: Tierhygienischen Institut CVUA Freiburg, Gebäudeansicht

 
Bild: Tierhygienischen Institut CVUA Freiburg, S3-Labor

Bild: Tierhygienischen Institut CVUA Freiburg, technische Geräte
Fotos:
Ingeborg F. Lehmann,
St. Märgen

  

Beschreibung

Das Chemische- und Veterinär-Untersuchungsamt Freiburg wurde um ein Laborgebäude für Arbeiten mit den technischen Sicherheitsstandards der biologischen Schutzstufe (biosafety level, BSL) 3 erweitert. Hier können nun gezielte Untersuchungen an biologischen Arbeitsstoffen der Risikogruppe 3, wie Tierseuchenerregern (z.B. Vogelgrippe-, Tollwut- oder Schweinepest-Virus) durchgeführt werden. Das Laborgebäude ist ein Anbau an das in den Jahren 1962-1965 errichtete Verwaltungs- und Laborgebäude des ehemaligen tierhygienischen Institutes Freiburg, das seit dem Jahre 2000 Teil des Chemischen- und Veterinär-Untersuchungsamtes ist. Der Anbau ist an der Nord-West-Seite an den Bereich der bestehenden Sektion angegliedert. Die Anbindung an den Bestand erfolgt über den Laborbereich der Virologie. Dadurch konnte die bestehende technische Infrastruktur des Hauptgebäudes mitgenutzt werden. Die für den Betrieb des Labors in Sicherheitsstufe S3 zusätzlichen notwendigen Lüftungs- und Abwasser- Sterilisationsanlagen wurden in einem unter dem Labor angeordneten Kriechkeller und einem von außen zugänglichen Technikgeschoss im Obergeschoss untergebracht. Hier befindet sich auch die gesonderte Notstromanlage für das Labor. Der formal vom Hauptgebäude abgesetzte Laborneubau ist eine Stahlbetonkonstruktion mit vorgehängter Ziegel-Plattenfassade. Die Gründung erfolgte wegen des mit Trümmer-Bauschutt aufgefüllten schlecht tragfähigen Geländes mit Stahlbeton-Schraubbohrpfählen. In den Laborräumen herrscht aus Sicherheitsgründen ein permanenter Unterdruck. Der Zugang zu dem neuen Labor muss deshalb über eine Sicherheitsschleuse mit integrierter Dusche und Umkleidebereich erfolgen. Sämtliche Gegenstände und Proben werden durch Ein- und Ausgangsschleusen und Autoklaven in das Labor eingebracht bzw. ausgeschleust. Das neue Labor erweitert entscheidend die Untersuchungsmöglichkeiten des Chemischen- und Veterinäruntersuchungsamtes Freiburg und trägt mit zu seiner Zukunftsfähigkeit bei.


Projektbeteiligte

Bauherr:
Land Baden-Württemberg vertreten durch Vermögen und Bau Baden-Württemberg, Amt Freiburg

Planung und Bauleitung:
Architektengruppe F70, Freiburg

Tragwerksplanung:
Ing. Büro für Tragwerksplanung+Baustatik, Dipl.-Ing. Wolfgang Feth, Freiburg

Wärmeschutznachweis:
Ing. Büro Andreas Wirth, Freiburg

HLS Planung und Bauleitung:
RT Ingenieurgesellschaft für Versorgungstechnik, Umkirch

Brandschutz:
DEKRA Industrial GmbH, Freiburg

Freianlagen:
Dipl.-Ing. Matthias Krupp, Freier Landschaftsarchitekt, Freiburg

SiGeKo:
IWP Ingenieur-Beratung Wilfried Peter, Baden-Baden

Geotechnik:
Ingenieurgruppe Geotechnik GbR, Kirchzarten

Vermessung:
Helmut Gessler, Ingenieurbüro für Vermessung, Freiburg-Tiengen

Gesamtbaukosten:
2,10 Mio. €

Bauzeit:
02/2012 - 03/2013

Flyer



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