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Neubau Polizeiposten Mössingen

Bild: Fassadenansicht

Bild: Auskragender Besprechungsraum im Obergeschoss, zurückgesetzter Haupteingang im Erdgeschoss

Bild: Auskragender Besprechungsraum im Obergeschoss

Bild: Zentrales Treppenhaus mit Tageslicht über Glasoberlichter

Bild: Verwahrraum im Untergeschoss
Fotos:
bild_raum, Stephan Baumann, Karlsruhe

  

Beschreibung

Städtebau und Planungskonzept

Das Baufeld für den Neubau des Polizeipostens Mössingen befindet sich an markanter Stelle an der Kreuzung zweier übergeordneter Straßen (Karl-Jaggy-Straße und Lange Straße). Der kompakte Baukörper wird so auf dem Grundstück platziert, dass sich zur
Karl-Jaggy-Straße hin ein Vorplatz angemessener Größe ergibt, der das Gebäude als öffentliche Einrichtung im Stadtraum kenntlich macht. Die gewählte städtebauliche Position erlaubt es zum einen, den auf dem Grundstück befindlichen prächtigen Nussbaum zu erhalten und ihn in das Konzept der Grün- und Außenanlagen zu integrieren, und zum anderen, eine langfristige Erweiterung des Polizeipostens zum Polizeirevier Mössingen zu ermöglichen.

Architektur

Der zweigeschossige Baukörper des Polizeipostens ist kompakt um ein offenes zentrales Treppenhaus organisiert, welches von runden Glas-Oberlichtern mit Tageslicht versorgt wird. Die Fassade ist als dunkel verputzte Lochfassade mit kerngedämmten Schalungssteinen ausgeführt. Die Fensteröffnungen werden besonders hervorgehoben. Im Obergeschoss befinden sich die Diensträume. Der Besprechungsraum profitiert von seiner exponierten Lage und markiert den zurückgesetzten Eingangsbereich im Erdgeschoss.

Energetisches Konzept und Nachhaltigkeit

Der Energiebedarf für die Heizungsanlage wird über Geothermie, eine Erdsonde mit Wärmepumpe, innerhalb des landeseigenen Grundstücks sichergestellt. Eine notwendige Kühlung, z. B. der Serverräume, erfolgt ebenfalls über die Geothermie. In den beheizten Räumen wird eine Fußbodenheizung eingesetzt. Das Flachdach ist extensiv begrünt.


Besonderheiten bei der Planung

Es handelt sich aufgrund der örtlichen und historisch gewachsenen Situation um einen großen Polizeiposten mit 22 Beamten. Eine langfristige Erweiterung zum Polizeirevier ist möglich.


Projektdaten

Bauherr und Projektleitung:
Land Baden-Württemberg, vertreten durch Vermögen und Bau Baden-Württemberg, Amt Tübingen

Architekt und Bauleitung:
Bez + Kock Architekten, Stuttgart

SiGeKo:
Mehl Architekten, Mössingen

Tragwerksplanung:
Ingenieurgesellschaft Tragwerke plus, Reutlingen

Prüfstatik:
Ingenieurbüro Bornscheuer, Stuttgart

Technische Ausrüstung:
• Elektro, Informations- und Kommunikationstechnik: Günthner Ingenieure GmbH, Stuttgart
• Heizung, Lüftung Sanitär: Dipl.-Ing. Martin Käser, Stuttgart

Bauphysik:
GN Bauphysik Ingenieurgesellschaft mbH, Stuttgart

Vermessung:
Baral Ingenieur Consult GmbH, Reutlingen

Bodenmechanik:
Büro für angewandte Geowissenschaften Dr. Hubert Gerweck/Steffen Potthoff, Tübingen

Brandschutz:
HHP Nord/Ost, Beratende Ingenieure GmbH, Braunschweig

Gesamtbaukosten:
2,0 Mio. €

Bauzeit:
08/2010 – 12/2011

Der Neubau des Polizeipostens Mössingen wurde mit der Hugo-Häring-Auszeichnung 2014 gewürdigt. Vergeben wird diese Architektur-Auszeichnung für vorbildliches Bauen vom Landesverband Baden-Württemberg des Bundes Deutscher Architekten, BDA.

Weitere Informationen zur Hugo-Häring-Auszeichnung

Flyer

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