Suchfunktion

Planungswettbewerb Neubau für die John Cranko Schule
Nichtoffener Planungswettbewerb mit 30 Teilnehmern

Wettbewerbsaufgabe:
Das Land Baden-Württemberg beabsichtigt einen Neubau für die John Cranko Schule. In diesem Neubau soll die Ballettschule und die staatliche Akademie der Württembergischen Staatstheater Stuttgart untergebracht werden. Das Grundstück befindet sich zwischen der Werastrasse und dem Urbansplatz in zentraler Hanglage von Stuttgart, auf dem Gelände des ehemaligen Wasserwerkes – einem Kulturdenkmal nach § 2 DSchG. Die Wettbewerbsaufgabe erfordert auf Grund der prominenten Lage des Grundstücks und der Nähe zur "Kulturmeile" Stuttgarts eine stadtbildprägende Lösung von höchstem architektonischem Anspruch. Die Aspekte des nachhaltigen und energieeffizienten Bauens sind zu berücksichtigen.

Wettbewerbsart:
Nichtoffener Planungswettbewerb für den Neubau der John Cranko Schule in Stuttgart nach § 3 (2) RPW 2008 mit 30 Teilnehmern, von denen 5 bereits ausgewählt sind. Gegenstand des Wettbewerbs sind Architektenleistungen nach Teil 3, Abschnitt 1 HOAI für Leistungen bei Gebäuden.

Gesamtkosten nach DIN 276-1:2008-12 in Höhe von ca. 25 Mio. Euro.



Ergebnis des Planungswettbewerbs Neubau John Cranko Schule Stuttgart

Bild: 1. Preis, Architekturbüro Burger Rudacs Architekten, München

  

1. Preis
Architekturbüro Burger Rudacs Architekten, München

Die Verfasser setzen sich in Überzeugender Weise mit den städtebaulichen und topographischen Rahmenbedingungen des Grundstücks auseinander. Das Ergebnis ist ein gelungenes skulpturales Bauwerk mit hoher innenräumlicher Qualität der verschiedenen Funktionsbereiche. Das Wohnen wird entlang der Werastraße als Fortsetzung der Blockrandbebauung platziert. Jede weitere Abstufung nimmt einen großen und kleinen Ballettsaal auf. Durch den Höhenversatz dieser immer gleichbleibenden Raumfolgen entstehen dreidimensionale Raumsequenzen, die den Baukörper plastisch formen.

Bild: 2. Preis, Architekturbüro Gerkan Marg Partner Generalplanungsgesellschaft mbH, Hamburg

2. Preis
Architekturbüro Gerkan Marg Partner Generalplanungsgesellschaft mbH, Hamburg

Der Entwurf bildet die Bereiche Lernen, Wohnen und Auftreten in drei klar ablesbaren Baukörpern ab. Die einzelnen Kubaturen sind geschichtet und folgen der Topografie des Hanggrundstücks. Die an den Straßenräumen gelegenen Baukörper fügen sich mit einer gelassenen architektonischen Geste in die Umgebung ein, ohne es an Eigenständigkeit fehlen zu lassen. Wohnen und Probebühne orientieren sich konsequent nach Westen in Richtung Innenstadt, die Ballettsäle nach Norden in den Grünraum.

Bild: 3. Preis, Architekturbüro Nieto Sobejano Arquitectos, Berlin

3. Preis
Architekturbüro Nieto Sobejano Arquitectos, Berlin

Mit der vorgeschlagenen städtebaulichen Setzung wird auf verblüffend einfache Art und Weise eine sowohl städtebauliche, als auch inhaltliche Sinnfälligkeit erreicht. Der die ganze Tiefe des Grundstückes ausmessende Baukörper entwickelt sich mit seiner gleich bleibenden Höhe von einem eingeschossigen Bauwerk an der Werastrasse zu einem 4-geschossigen städtischen Haus am Urbanplatz. Dieser großmasstäbliche Auftritt zur Stadt hin wird durch die innere Funktionsverteilung unterstützt.

Bild: 4. Preis, Architekturbüro Karl + Probst Architekten BDA, München

4. Preis
Architekturbüro Karl + Probst Architekten BDA, München

Sämtliche Funktionen werden in einem kompakten Baukörper untergebracht, der sich über das Gesamte Grundstück erstreckt. Der Verfasser schafft es, die große Masse an den beiden unterschiedlichen Straßenseiten, am Urbanplatz und an der Werastrasse so einzubinden dass der Maßstabssprung zur Wohnbebauung der Umgebung verträglich wird. Die Wohneinheiten im oberen Bereich werden zu kleinen Pavillons zusammengefasst, die kammartig mit dazwischenliegenden Höfen organisiert sind.

Bild: 5. Preis, Architekturbüro Lederer Ragnarsdóttir Oei, Stuttgart
Fotos: Studio Tümmers



5. Preis
Architekturbüro Lederer Ragnarsdóttir Oei, Stuttgart

Ein kompakter, sich an der Bauflucht der Urbanstraße orientierender Baukörper lässt Platz für Freifläche, die als botanischer Garten vorgeschlagen wird. Die Fassaden aus gestocktem Sichtbeton sind hinsichtlich Proportionen, kompositorischen Elementen und Rhythmik von Öffnungsflügeln sehr akzentuiert entwickelt. Alle Funktionsbereiche sind gut erreichbar und in den erforderlichen Einheiten angeordnet und organisiert.

 

 



Anerkennungen:
Architekturbüro: E2a eckert eckert architekten EG, Zürich
Architekturbüro: Delugan-Meissl ZT GmbH, Wien
Architekturbüro: Snøhetta Oslo AS, Norwegen

 Ergebnis als PDF

Fußleiste