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Wasserschutzpolizei Heilbronn, Neubau Dienstgebäude

Bild: Wasserschutzpolizei Heilbronn, Ansicht Süd mit Wache

Bild: Wasserschutzpolizei Heilbronn, Büro Ostseite mit Blick auf den Neckar

Bild: Wasserschutzpolizei Heilbronn, Ansicht Nord

Bild: Wasserschutzpolizei Heilbronn, Treppendetail
Fotos:
Dietmar Strauss, Besigheim

  

Beschreibung

Die Wasserschutzpolizei war bisher in unzureichender Situation in Heilbronn-Neckargartach untergebracht. Die bauliche, räumliche und technische Ausstattung entsprach nicht mehr der heutigen Anforderung an ein Polizeigebäude. Mit dem Neubau erhielt die Wasserschutzpolizei ein wirtschaftlich ausgelegtes, funktionales, sowie ökologisch und technisch zukunftweisendes Bauwerk. Bereits 2006 wurde im Vorgriff auf das neue Dienstgebäude die Verlegung der Bootshalle, an den neuen Standort Neckargarten, vorgenommen. Das landeseigene Neubaugrundstück liegt ca. 350m stromaufwärts, oberhalb des alten Dienstgebäudes, zwischen Neckartalstraße und Neckarkanal. Durch senkrechte Anordnung der Neubauten zum Neckarkanal und zu der begleitenden Baumallee als Raumkante, entstand in Verbindung mit dem Liegeplatz der Bootshalle ein städtebaulich interessantes Ensemble. Die Lage des Baukörpers unterstreicht mit seiner Ausrichtung zum Neckar die Sonderfunktion der Wasserschutzpolizei, ermöglichte einen gut sichtbaren Zugang für Besucher, erlaubt von der Wache aus den Überblick auf Bootshalle und Neckar, die Grundstückszufahrt mit Toranlage und auf das Garagengebäude. Der Zweibund besteht aus Sockel-, Erd- und reduziertem Obergeschoß. Mit der langgestreckten Metallfassade im Erdgeschoss und dem massiven Sockelgeschoß erweckt der Baukörper den Eindruck als wäre ein Neckarschiff vor Anker gegangen. Erschlossen werden die Ebenen über eine zweiläufige Treppenanlage und einen behindertengerechten Aufzug. Besucher erreichen das Gebäude über die außen liegende Stahltreppe. Sie gelangen von dort in die Schleuse, mit angeschlossener Wache. Grundlage des statischen Konzepts bilden massive Außenwände, eine tragende Mittelwand, der Aufzugkern und Flachdecken. Unzureichender Baugrund machte die Gründung der Streifenfundamente auf 53 Betonstopfsäulen erforderlich. Kalksandstein Sichtwände prägen den Innenausbau, horizontal verlegte Metallbänder in Verbindung mit einheitlich gestalteten Leichtmetallfenstern die Außenhaut. Eine Fertigteil-Lochfassade im Sockel- und eine Putzfassade im Obergeschoss bilden die weiteren Außenflächen des Gebäudes. Die wärmetechnische Versorgung ist über eine ökologisch optimierte Nutzung des anstehenden Grundwassers als regenerative Energiequelle gesichert. Konzeptionell wird das Grundwasser über einen Förderbrunnen erschlossen, direkt über eine Wärmepumpe geleitet und in einem Schluckbrunnen dem Grundwasservorkommen wieder zugeführt. Die Wärmepumpe entzieht dem Grundwasser Energie und führt sie über eine Fußbodenheizung dem Gebäude zu.

Projektdaten

Bauherr:
Land Baden-Württemberg, vertreten durch den Landesbetrieb Vermögen und Bau Baden-Württemberg, Amt Heilbronn

Architekt:
Landesbetrieb Vermögen und Bau Baden-Württemberg, Amt Heilbronn

Technische Ausrüstung:
Ingenieurpartnerschaft H+H, Stuttgart (Heizung, Lüftung, Sanitär)
Ingenieurbüro für Elektrotechnik Dipl-Ing. (FH) Armin Gehrig, Haßmersheim-Hochhausen (Elektro)

Tragwerksplanung:
Ingenieurbüro für Tragwerksplanung Dipl-Ing. (FH) BDB Gottfried Nothof , Ellhofen

Gesamtbaukosten:
1,96 Mio. €

Bauzeit:
09/2008 – 04/2010

Flyer

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